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TransAlpine Run 2008
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TransAlpine Run 2008 - unsere größte Herausforderung

Panorama des GORE TEX TransAlpine Run 2008

Der GORE-TEXTransAlpine-Run 2008: Kaviar und Ketchup ... und nun?


Auch beim GORE TEX TransAlpine Run 2008 rollten bei mir wieder die Tränen: als Heiko und ich am 6. September 2008 kurz nach 14 Uhr in Sexten ankamen, haben wir auf den letzten zwei Kilometern vor dem Ziel noch drei Teams überholt. Schon lange hörten wir die Lautsprecher vom Zieleinlauf und als wir dann das Ziel vor uns hatten und buchstäblich "fertig" waren, da konnte ich nicht anders, als intensiv und lange zu weinen.
Den ganzen Tag der achten Etappe bin ich mit Schmerzen gelaufen, eine Muskelverhärtung hatte aus meinem linken Oberschenkel eine Betonmasse gemacht, die alles wollte, nur nicht mehr laufen. Ein Innenband rebellierte und ließ sich nur mit Tapes ruhig stellen und in meinem Kopf sah ich den ganzen Tag das Ziel, nicht allzu viele Plätze an diesem letzten Tag zu verlieren. Aus dem 31. Platz nach 7 Etappen wurde ein 35. Platz in der Altersklassen-Wertung und im Overall-Ranking fielen wir von Platz 92 noch auf Platz 100 zurück - aber es hätte schlimmer kommen können!

Nur die geduldige und einfühlsame Motivation durch Heiko ließ mich immer wieder laufen, obwohl ich am liebsten gegangen wäre - all das entlud sich dann nach dem Zielschluß.
Fast 300 Kilometer Laufstrecke, 15.110 Höhenmeter im Aufstieg, die größte Herausforderung unseres bisherigen Läuferlebens - alles war geschafft, alles war vorbei! Bleibe da cool, wer das kann!

Dennoch stehe ich hier, das Finisher-T-Shirt in der einen Hand, die Finisher-Medaille in der anderen Hand und denke mir: für diese billige und lieblos gemachte Medaille haben wir uns 290,1 Kilometer lang gequält, sind 15.110 Höhenmeter hinauf und wieder hinab gerannt? Wie schade, dass ein so gigantischer Lauf mit so einer Enttäuschung endet!
Zweifellos hätte die Medaille zu einem 3.600 Meter Schülerlauf in Ost-Pusemuckel gepasst - aber zu so einem Event? Ich sehe schon die Lauffreunde im Lauftreff, wie sie mir mitleidig auf die Schulter klopfen und ich sehe, wie sie sich fragen, ob das wirklich die größte Herausforderung in meinem bisherigen Laufleben war ...

Womit wir beim Ketchup wären. Und davon gab es mehr: da war doch die bürokratische Abwicklung des abendlichen Buffets und die Tatsache, dass selbst nach stundenlangem Anstehen nicht immer jeder etwas zu Essen bekommen hat. Zu wenig war es meistens sowieso - und ein Nachschlag war nicht vorgesehen. Und da war teilweise viel zu wenig Platz im Camp, nicht jede, aber manche Nacht war da schon eine echte Herausforderung an die Organisation des eigenen Gepäcks. Zum Ketchup gehörte auch das Verhalten mancher Angestellter des Event-Teams "Plan B", denen ich an manchen Abenden geraten hätte, die Finger lieber vom fünften Bierchen wegzulassen. Nichts wird mir hier so lange in Erinnerung bleiben wie das peinliche Verhalten eines "Plan B"-Kollegen, der uns angetrunken erklären wollte, dass das Event-Team "uns den Hintern abputzen würde" und wir (die Läufer) würden immer nur fordern, fordern und fordern!"

Aber es gab auch Kaviar, viel Kaviar sogar: dazu gehört vor allem die Laufstrecke. Insbesondere die hochalpinen Passagen waren ein Genuss für die Sinne. Am liebsten mochte ich dabei die achte und letzte Etappe (siehe das letzte der unteren YouTube-Videos).
Als Kind war ich schon mit meinen Eltern bei den "Drei Zinnen" und kannte das Geröllfeld dort aus der Erinnerung. Aber so schön hatte ich es nicht in Erinnerung.
Zum Kaviar gehörte aber auch die Betreuung der Läufer durch das Rescue-Team, das sich vor und nach jeder Etappe unermüdlich und die Weh-Wehchen der einzelnen Läufer gekümmert haben und währen der Etappen mit Motorrädern präsent waren, um den Einen oder Anderen, dem die Etappe zu anstrengend war, ins Camp zurück zu holen. Ich jedenfalls fühlte mich stets sicher und wohl behütet auf allen Etappen.
Zum Kaviar gehörte auch das abendliche Briefing für den nächsten Etappen-Tag mit dem anschließenden virtuellen 3D-Flug über die Herausforderungen des nächsten Tages.

Aber wirklich entscheidend für mich ist nur eines: wir, das TEAM ERIMA SPORTSWEAR, Heiko Bahnmüller und ich, wir haben gefinished. Und das noch nicht einmal schlecht: wir wurden in unsere Altersklasse "Master Men" 35. Team von 82 gestarteten Teams und von 58 Teams, die es bis zum Ende geschafft haben. Insgesamt (Overall) wurden wir genau 100. Team von 250 gestarteten Teams und von 169 Teams, die es bis zum Ende geschafft haben.
Schlimmstenfalls hätte ich auch ehrenhaft die "rote Laterne" ins Ziel getrödelt, aber so war es natürlich noch viel schöner.

Geschwister FürchterlichAlso möchte ich, Thomas Eller aus der Grafschaft in der Voreifel, an dieser Stelle "DANKE" sagen.

DANKE an meinen Lauffreund und Partner Heiko Bahnmüller aus Jesenwang bei Fürstenfeldbruck, der sich in vorbildlicher Weise soweit zurück genommen hat, dass wir als Team harmonierten. Besonders am letzten Tag, als mir meine Muskelverhärtung nur noch ein Laufen mit Schmerzen ermöglichte, vor allem bei den Downhill-Passagen, fühlte ich mich nie gedrängt, mehr zu tun, als es mir an diesem Tag möglich war. Zwar verloren wir so noch den 31. Altersklassenplatz, den wir noch nach der 7. Etappe inne hatten, aber wir haben glücklich und als Freunde das Ziel erreicht - und das war vielen nicht vergönnt.

DANKE sagen wir auch als TEAM ERIMA SPORTSWEAR dem Sponsor ERIMA, der uns so wunderschöne und funktionelle Laufartikel zur Verfügung gestellt hat. Wir haben diese Artikel schätzen und lieben gelernt. Mir persönlich ist dabei die kurze Laufhose mit dem atmungsaktiven Netz im Schritt ans Herz gewachsen, und Heiko liebt vor allem die ultaleichte Laufjacke - und in den ERIMA Ausgeh-Anzügen sehen wir als Team doch ganz hervorragend aus, oder?

Heiko Bahnmüller TransAlpine Run 2008 Thomas Eller Tom Wingo

Klicke hier: Der Zeitungbericht aus der Grafschafter Zeitung der KW 40/08

Videos aller Etappen des GORE-TEXTransAlpine-Run 2008 auf YouTube:



Laufberichte über die einzelnen Etappen findest Du unten unter Pressemeldungen / Pressematerial. Die Berichte sind sehr ausführlich, daher verzichte ich darauf, das gleiche unter unserem Blickwinkel zu wiederholen.

Was andere über den GORE-TEXTransAlpine-Run 2008 schreiben:TransAlpine Run 2008

Runners World
POLAR Herzfrequenz-Team

Weitere Downloads zum Thema GORE-TEXTransalpine-Run:
Die Laufstrecke des GORE-TEX TransAlpine Runs 2008
Heiko Bahnmüller - Von einem Sportlehrer, der auszog, die Alpen zu bezwingen
Fürstenfeldbrucker Tagblatt vom 16.09.2008 - Heiko Bahnmüller: BERGLAUF - Quer über die Alpen

Pressemeldungen / Pressematerial:
GORE-TEX™ Transalpine-Run 2008 - Neue Route lockt Laufsportbegeisterte aus der ganzen Welt
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 1. Etappe Ruhpolding - St. Ulrich am Pillersee
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 2. Etappe St. Ulrich am Pillersee - Mittersill
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 3. Etappe Mittersill - Neukirchen am Großvenediger
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 4. Etappe Neukirchen am Großvenediger - Kasern/Prettau
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 5. Etappe Kasern/Prettau - Sand in Taufers
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 6. Etappe Sand in Taufers - Antholz/Mittertal
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 7. Etappe Antholz/Mittertal - Niederdorf im Pustertal
GORE-TEX™ TransAlpine-Run 2008 - 8. Etappe Niederdorf im Pustertal - Sexten
GORE-TEX™ Transalpine-Run 2008 - Abschlussbericht des TransAlpine Teams