Wenn man viel läuft, dann beschäftigt man sich auch mehr mit der Ernährung, als man das vor dem Laufen getan hat.

Dazu kommt, dass Bücher wie "Die ph-Formel" von Dr. Robert O. Young, Filme wie "We feed the world" und die Erkenntnis, dass heutzutage Fleischzucht ausschließlich auf extremem Medikamentenkonsum und enormen Energieverbrauch basiert und unserer Umwelt verschiedenste Gülle-Probleme bescheren, uns als Familie dazu gebracht haben, seit Jahren kein Fleisch und keine Fleischprodukte mehr zu essen.
Der weitere Vorteil, außer dem ökologischen Gewissen, ist dieser: Fleisch ist einer der ärgsten Säurebildner im Körper. Durch den Verzicht auf Fleisch und Fleischprodukte reduzieren wir also auch die Säurebildner, die die Ursache sind für Heißhungerattacken, für viele Bakterien, die sich in einer sauren Umgebung wohl fühlen und dort für viele Störungen im Körper zuständig sind.

Um dem Problem der Übersäuerung des Körpers weiterhin zu begegnen, trinke ich auch seit dieser Zeit keinen Kaffee mehr und nehme Morgens stets und ausschließlich viel rohes Gemüse zu mir.
Dazu trinke ich ganz viel stilles Wasser und auch viel Pfefferminz-, Kräuter- oder Malven-Tee.

Nur im Urlaub verändern wir das Frühstück gelegentlich ein wenig, weil es in Indonesien so viel leckeres und frisches Obst gibt, das kann man sich kaum vorstellen.
So schmeckt beispielsweise eine Ananas oder eine Banane so unterschiedlich und so viel besser, dass man zu Hause nur noch in Erinnerungen schwelgt und sich freut, möglichst bald wieder in Asien zu sein.


Um das Thema Ernährung einmal grafisch darzustellen: Schau Dir doch einmal diese Webseite an:
THE MEATRIX 1, 2 und 2 1/2 und dort vor allem den ersten Film THE MEATRIX 1 (deutsch).
Nett gemacht und es ist viel Wahres dran. Es zeigt sich deutlich, wie wenig unsere "industrielle Fleischproduktion" (schon dieser Ausdruck spricht Bände ...) mit dem Bild der glücklichen Hühner, Schweine und Kühe auf dem Bauernhof zu tun hat, das wir von Kindheit an in unsere Hirne eingebrannt bekommen haben.

Ein anderes Gesundheitsthema:
Eines unserer größten Ernährungsprobleme ist die Zuckersucht. Der Heilpraktiker René Gräber (www.gesund-heilfasten.de) hat hierzu in einem Blog interessante Informationen veröffentlicht. Ich danke René Gräber für die Erlaubnis, diese Informationen hier verwenden zu dürfen.

Zucker - Zucker - Zucker: von Kindesbeinen an essen wir immer mehr Zucker!
Dabei ist vor allem der Industriezucker gemeint: die Saccharrose.
Und diese “Sucht nach Zucker” kann man vor allem bei Kindern beobachten, aber auch bei Erwachsenen.

Den meisten Menschen ist diese Abhängigkeit nach Zucker gar nicht bewußt.
“Zuckersucht” - hast Du davon schon mal gehört? Kennst Du irgendeine Kampagne gegen die Zuckersucht?
Nein?
Ich auch nicht!

Aber die Zuckersucht ist ein Problem - und dieses Problem heißt nicht nur Übergewicht oder Diabetes.

Hierzu eine Frage und das Problem einer Betroffenen:

"Mehr oder weniger leide ich an einer Ess-Störung… Ich bin 24 Jahre alt, vor ca. 5 Jahren war ich magersüchtig, dann kippte das ganze zur "Binge Eating Störung" und ich habe in sehr kurzem Zeitraum sehr viel zugenommen. Süßigkeiten aller Art sind mein Suchtmittel. Es macht mich und meinen Körper kaputt… vor allem dieser ganze Zucker!!
Aber es ist ein verdammter Teufelskreis… und eine Sucht… ich bin schon sehr lange in Therapie... vom Kopf her ist mir so vieles klar!! Und doch fall' ich immer wieder auf diese Süßigkeiten, diesen zerstörerischen Zuckerkram rein…
Jetzt ist meine Frage, ob Sie irgendeinen Tipp oder eine Erkenntnis für mich haben, wie ich eine Zuckerentzugskur am besten ausführe und durchhalte? Ich wünsche mir so sehr, davon loszukommen. Diese ganzen Giftstoffe machen mich kaputt.
Wenn ich es schaffe, 2-3 Tage keine Süßigkeiten bzw. keinen weißen Zucker zu essen, merke ich einerseits diese Klarheit und dieses gute Gefühl, das in mir entsteht… aber auch ziemliche Entgiftungserscheinungen… die machen mir sehr zu schaffen…"

Soweit die Beschreibung einer Betroffenen auf René Gräbers Webseiten.

Millionen Menschen leben in Abhängigkeit von Zucker - nur keiner merkt es!

Mach' doch mal ein Experiment und iss konsequent eine ganze Woche lang keine Süßigkeiten und kein Weißbrot bzw. kein Weißmehl und keine fritierten Dinge (diese werden nämlich alle wie einfacher Zucker verstoffwechselt).
Der Suchtfaktor bei der Zuckersucht spielt sich aber nicht in der Verdauung ab, sondern im Gehirn.
Dies konnte u.a. in einem Tierexperiment an der Universität von Princeton gezeigt werden (vgl. hierzu: http://www.princeton.edu/pr/news/02/q2/0620-hoebel.htm) Wohl gemerkt: es geht darum, ein echtes Suchtverhalten nachzuweisen, wie dies auch für andere “Drogen” gilt.

Eine weitere Studie sucht nach dem Gen, dass für die Süßsucht verantwortlich gemacht werden kann
(vgl.: http://www.nature.com/neuro/journal/v4/n5/abs/nn0501_492.html)
Es ist schon erstaunlich: Studien zur Zuckersucht gibt es fast keine. Wer sollte schon Interesse daran haben?
Millionen Zuckersüchtiger? Die Nahrungsmittelindustrie? Die Landwirte? Die Politiker?
Wehe, wenn man einem “Süchtigen” etwas wegnehmen möchte! Dieser Politiker könnte gleich “einpacken”.

Frau Dr. Judith Wurtman, eine der führenden Forscherinnen am Massachusetts Institute of Technology (MIT) sagt: „Vielleicht verstärken Kohlenhydrate genau wie die meisten Antidepressiva die serotoninabhängige Neurotransmission“
(vgl. u.a.: http://web.mit.edu/newsoffice/2004/carbs.html)

Das würde bedeuten: Zucker wirkt als Antidepressivum! Menschen mit niedrigen, vom Zucker beeinflußten Serotoninwerten im Gehirn neigen zu Depressionen, die so schwer werden können, dass diese sogar bis zum Selbstmord führen. Dr. Norman Rosenthal vom National Institute of Mental Health hat eine Gruppe von Menschen untersucht, die an einer jahreszeitlich bedingten Depression leiden, die offenbar durch den Rückgang des Tageslichts in den Wintermonaten verursacht wird.
Dr. Rosenthal ist der Meinung, der Lichtmangel senke bei Menschen den Serotoninspiegel im Gehirn, die für diese Störung anfällig sind. Um das Serotonin anzuheben und die Depression zu bekämpfen, sagt Dr. Rosenthal, greifen viele der Betroffenen „als eine Art Selbstmedikation“ in den dunklen Monaten auf große Mengen von Kohlenhydraten zurück. Der hohe Umsatz von Kakao und Zucker in den nördlicheren Regionen Europas scheinen dies zu bestätigen.

Das Problem der “Fressattacken” und “Heißhungerattacken”

Zu ungezügelten Fressattacken und Hunger auf “Süßes” kommt es also, wenn der verhaltensregulierende Neurotransmitter Serotonin nicht richtig funktioniert. Als Folge kommt es zu einem großen Verlangen nach Süßigkeiten. Der Botenstoff Serotonin wird in unserem Gehirn aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt, einem Eiweißbaustein, der in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Das Tryptophan braucht jedoch Insulin, um in das Gehirn zu gelangen. Normalerweise reicht dazu eine kohlenhydratreiche Mahlzeit, um die Insulinausscheidung anzuregen, die die Aufnahme von Tryptophan in Dein Gehirn verbessert.
Wenn der Insulinstoffwechsel jedoch nicht richtig funktioniert (aus welchen Gründen auch immer), dann wird eine Barriere aufgestellt. Die Folge ist: Tryptophan gelangt nicht ins Gehirn und die Serotoninproduktion sinkt.

Ohne das Serotonin wird die Botschaft, das Verlangen nach Kohlenhydraten zu unterdrücken, nicht weitergegeben. Statt einer Appetitzügelung erlebst Du sogar noch mehr Verlangen!
Verlangen nach mehr Essen und mehr Süßem.

Soweit die Analyse.

Die Nachteile des Zuckerkonsums

Da sich die meisten “Nebenwirkungen” des Zuckers erst nach vielen Jahren zeigen, ignorieren oder verdrängen die meisten Menschen die Nachteile. Fatal sind vor allem zwei Dinge:

Erstes Grundproblem: Zucker ist ein Vitalstoffräuber!

Der daraus resultierende Vitalstoffmangel (Vitamin B1, Biotin, Vitamin C, Kalzium, Chrom, Zink, Mangan und Niacin) begünstigt und verursacht zahlreiche Zivilisationskrankheiten, von denen Karies noch das geringste Problem ist. Neben den oben beschriebenen “nervlichen” Problemen und dem Übergewicht ist Diabetes (die Zuckerkrankheit) wohl die bekannteste Erkrankung, die direkt mit unserem hohen Zuckerkonsum in Verbindung gebracht wird.

Kaum jemand setzt sich aber mit den schleichenden Folgen auseinander, die der hohe Zuckerkonsum nach sich zieht: die chronische Übersäuerung. Die sich daraus ergebenden Probleme reichen in jeden Bereich der Gesundheit - dies hat Gräber versucht, in mehreren Artikeln zu diesem Thema zu zeigen:
www.gesund-heilfasten.de/uebersaeuerung.html
www.gesund-heilfasten.de/Pischinger-Raum-Grundregulation.html

Zweites Grundproblem: Das Nahrungsangebot beeinflusst die Zusammensetzung unserer Darmflora mit deren Milliarden verschiedener Bakterien!
Diese Bakterien sind für unsere Verdauung aber lebenswichtig. Leider setzt sich diese Erkenntnis erst seit wenigen Jahren auch in der Schulmedizin durch. In älteren Physiologie-Lehrbüchern für Studierende der Medizin ist darüber nichts zu lesen. Auch zu diesem Thema hatte René Gräber mehrere Beiträge geschrieben:
Allgemein zum Thema Darmflora: www.gesund-heilfasten.de/Verdauung-und-Darmflora.html
Zum Problem Darmpilze (an dem mehr oder weniger alle “leiden”):
www.gesund-heilfasten.de/Darmpilz_Candida_Albicans.html

Und dann sind da natürlich noch die Folgeerkrankungen, die mit diesen Problemen assoziiert sind:
www.gesund-heilfasten.de/blog/ernaehrung-erkaeltung-immunsystem
www.gesund-heilfasten.de/blog/candida-albicans-und-krebs

Wie kann eine Zuckersucht gelöst werden?
Im Prinzip ganz einfach: durch eine umfassende Ernährungsumstellung! Leider treten dabei aber fast immer die “Entzugserscheinungen” auf, die auch von der Betroffenen (siehe oben) beschrieben wurden.

Als umfassendste Maßnahme, eine Änderung zu bewirken, betrachtet der Heilpraktiker René Gräber das Heilfasten.

Beim Fasten wird eine tief greifende Umstimmung im gesamten Organismus bewirkt, der letztlich die Darmflora “normalisiert” und auch “Essensgelüste” abstellt. Diejeniegen, die René Gräbers Heilfasten-Plan kennen, wissen, mit welchen Mitteln Gräber die Nebenwirkung des “Entzugs” umgeht.
Für alle, für die Fasten keine Option darstellt (wie die Leserin oben, wegen der vorliegenden Ess-Störung), empfiehlt René Gräber eine umfassende Mineralstoff-Analyse (Blut und Haaranalyse), sowie eine umfassende qualitative Stuhldiagnostik, um vor allem den Grad einer Candida-Belastung zu bestimmen. Zusätzlich empfiehlt er die Bestimmung einiger Blutwerte, wie zum Beispiel der Leberwerte.
Je nach Befund sollte dann eine Therapie eingeleitet werden, die zusätzlich durch Heilpflanzen und / oder Homöopathie ergänzt werden kann. (Text redigiert nach René Gräber)