Vorwort:

Läufer duzen sich. Das ist aber ein anderes "Du" als das unter engen Freunden, es ist eher ein "Kollegen-Du", ein "Läufer-Du" eben. Wenn ich nachfolgend also "Du" sage, dann ist das auch so ein "Läufer-Du", das keine Entsprechung im normalen Leben findet und auch nicht meinen Respekt vor meinen Lesern schmälern soll. Manches schreibt und liest sich aber leichter, wenn die Texte in der "Du"-Form geschrieben sind.


Thomas Eller Tom Wingo

Meine letzter "Marathon und länger" - die Nummer 97:

31. Juli 2010 - nach zwei "DNF" ein Marathon, der "gezählt" hat - und gleich danach wieder ein "DNF".
Noch nie hatte ich drei "DNF" in einem Jahr, noch nie war ich so unzufrieden, so unausgeglichen, so wenig erfolgreich. Ob ich mich, wie andere Menschen beim sogenannten "Peter-Prinzip", stärker einschätze, als ich bin?
Dennoch gibt es einige ABER'S, in Verdon lagen die Gründe darin, dass Familie eben über alles geht und in Verbier wurde ich Opfer erst des Regens und dann der Organisation, die mich zwei Stunden lang in nassen Klamotten warten ließ, bis ich mich zitternd entschloss, beim neuen Weg nicht mehr dabei zu sein .... aber trotzdem tut all das sehr weh.

Jetzt werde ich erst wieder ganz bescheiden ganz unten anfangen und erst ein paar Runden in Ratingen drehen und dann als Brems- und Zugläufer für 4:00 Stunden in Münster einen Stadtmarathon laufen. Wie lange habe ich das schon nicht mehr getan!

Und ich träume von den Bergen und von einem Lauf, der mich ganz alleine zu den entlegendsten Ecken dieser Erde bringt, aber diesen Traum träume ich ganz alleine und heimlich. Du findest ihn nicht in meinem BLOG !

Mein BLOG ist jetzt auch schon über ein Jahr online, wie schnell das doch geht! Hier kann ich viel einfacher und aktueller über das Laufen berichten, deshalb findest Du dort mehr Neues als hier. Lies die eine oder andere persönliche Geschichte einfach hier im BLOG nach ...




Hallo, schön, dass Du hier auf meiner privaten Laufseite bist ...

Ich möchte Dir hier einige Informationen vermitteln, warum ich laufe, wo ich gelaufen bin und wo ich noch laufen werde.

"Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft!" Dieses Zitat von Emil Zatopek ist wohl eines der bekanntesten Zitate im Laufsport. Emil Zatopek war einer der populärsten Leichtathleten aller Zeiten, Zatopek wurde liebevoll immer auch "die Lokomotive" genannt.
"Mensch läuft ... ", das Laufen ist vielleicht ein Virus, das man sich irgendwann einfängt und den Menschen unheilbar befällt. Einmal von diesem Virus infiziert bist Du ständig auf der Suche nach neuen Laufstrecken und nach interessanten Lauf-Veranstaltungen.
Dabei kann es gar nicht spektakulär genug sein, nicht schwierig genug und auch nicht lang genug sein.

Und während der nur leicht infizierte Läufer Stadtmarathon auf Stadtmarathon absolviert, suche ich skurrile Läufe wie den UTMB, den TOUGH GUY, den "Sächsischen Mt. Everest Treppenmarathon", den Unter-Tage-Marathon, den KiLL50 oder die beiden Gipfel der Qualen: die TorTOUR de Ruhr oder der Wüstenlauf Marathon des Sables in Marokko.

Ich bin auch sehr glücklich, wenn ich einen der wunderschönen Mehrtages-Alpenläufe machen darf wie den GoreTex TransAlpineRun, den SwissJuraMarathon, den TransSwiss oder welche Läufe es da sonst noch alles zu entdecken gibt.
Aber an die wirklich großen Läufe traue ich mich noch nicht heran. Das soll ab 2011 dann mal der Fall sein. Die richtig großen Läufe dieser Welt sind natürlich der Spartathlon in Griechenland, Badwater in den USA oder der Yucon Arctic Ultra im hohen Norden Kanadas.

Hinter mir habe ich in den letzten 24 Monaten beispielsweise schon den TOUGH GUY in Wolverhampton, den StrongManRun 2008 und 2009 in Weeze und auch den "Sächsischen Mt. Everest Treppenmarathon" im sächsischen Radebeul, den SwissJuraMarathon, die 24-h Challenge des DLV in Delmenhorst sowie den KÖLNPFAD.
Und natürlich und vor allem meine "Life-Lauf-Highlights"wie der zeitlich längste Lauf meiner Läuferkarriere, der UTMB (UltraTrail de MontBlanc), für den ich 41:53:22 Stunden laufen musste oder der spektakulärste 6-Etappen-Lauf meiner Laufkarriere, die 250 Kilometer des Wüstenlaufs Marathon des Sables in Marokko.

Übrigens: seit der TorTOUR de Ruhr darf ich ja meine ehemalige Unterseite "Von Null auf 100" umbenennen in: "Von Null auf 230", mehr gibt es zurzeit aber nicht. Beim PTL. im August 2010 habe ich es versäumt, diese Zahl "230" höher zu drehen.




Das hier ist mein momentanes Laufprogramm für das angehende Laufjahr 2010:

M24-h Lauf in Ratingen (ich werde dort aber nur einen Marathon laufen)
Münster-Marathon (als Brems- und Zugläufer eingebunden)
Mauerweglauf Berlin.
Eisweinlauf von Offenburg nach Baden-Baden

Du siehst die geplanten Läufe aber alle in der rechten Seitenleiste im
BLOG !

Die detaillierte Liste aller bisherigen Läufe findest Du hier: Von Null auf 230.


Er war schon etwas ganz Besonderes, der MdS, der "Marathon des Sables" in der südmarokkanischen Sahara-Wüste:

Noch immer danke ich meiner Familie dafür, dass ich mir dieses Mega-Event vornehmen durfte.
 Natürlich waren es viele und harte Qualen, die wir alle dort erleiden mussten, ich erinnere mich noch gut an meine Angst vor der prallen Sonne und den Sandstürmen und die Schmerzen, denen meine Füße ausgesetzt waren, hielten so lange wie noch nie zuvor. Nie habe ich Vergleichbares je gemacht.
Aber ich hatte dadurch die Chance, wirklich zu verstehen, wer ich bin und was für eine Aufgabe ich auf dieser Erde habe. Ich habe gelernt, mich zu mir selbst zu bekennen, zu meiner Familie und zu meiner Jugend, ob diese Jugend glücklich war oder nicht.
Ich hatte sehr viel Zeit, über all das intensiv nachzudenken ...

Ein interessanter Film mit dem Titel "Wüstenglück" über den MdS 2009 kam im vergangenen Sommer auf Arte: hier klicken ...
Ich finde, der Film zeigt recht gut, warum so viele Menschen vom MdS fasziniert sind ...



Ich bin bis heute insgesamt schon 97 Mal über die Distanz "Marathon und länger" gegangen. Dabei habe ich mehr "Ultras" gemacht als "normale" Marathons.
Wenn mir vor 5 Jahren jemand gesagt hätte, dass es mal so weit kommen würde, ich hätte ihn sicher für verrückt erklärt. Aber es ist halt so, wie ich oben schon geschrieben habe: bei meinem ersten "Ultra", dem 60km langen Gruppenlauf, dem "Ratinger Rundlauf" muss ich mich irgendwo bei irgend jemandem mit angesteckt haben. Und das Virus wurde ich bis heute nicht mehr los ...
Ob es das handgeschriebene Schild bei uns an der Haustüre war, das meine Familie damals aufgehängt hatte und auf dem stand: "Gratulation zu Deinem ersten 60km-Lauf! Wir sind stolz auf Dich!"? Oder war es einfach das unglaubliche Gefühl, etwas geschafft zu haben, das Du Dir früher niemals zugetraut hättest?
So kam diese Seite also zu diesem schönen Namen: marathonundlaenger.de?

Mein Hauptziel ist es seit Monaten, möglichst bald in den "100er Marathon-Club" aufgenommen zu werden. Wenn ich das, voraussichtlich irgendwann im September 2010, geschafft haben werde, dann gilt es, ein neues Ziel zu finden.
Schauen wir mal, was danach kommt ...

Von Null auf 230
in nur 73 Monaten für mich ist das ein Grund, stolz zu sein! Stolz und glücklich! Niemals in meinem Leben hatte ich so viele Gründe, im Sport stolz auf mich zu sein und ich genieße jeden Tag, an dem ich laufen kann.









(Foto: Frühmorgendlicher Zieleinlauf in Biel im Juni 2008 nach 100km durch die "Nacht der Nächte")

Zieleinlauf Biel 2008 Thomas Eller TomWingo