Vorwort:

Läufer duzen sich. Das ist aber ein anderes "Du" als das unter engen Freunden, es ist eher ein "Kollegen-Du", ein "Läufer-Du" eben. Wenn ich nachfolgend also "Du" sage, dann ist das auch so ein "Läufer-Du", das keine Entsprechung im normalen Leben findet und auch nicht meinen Respekt vor meinen Lesern schmälern soll. Manches schreibt und liest sich aber leichter, wenn die Texte in der "Du"-Form geschrieben sind.


Thomas Eller Tom Wingo

Mein letzter "Marathon und länger" - Nummer 85:

12.12.2009 - der "EISWEINLAUF" von Offenburg nach Baden-Baden, ein Spendenlauf, ein Gruppenlauf, der vor allem durch die verschiedenen Teilnehmer zum ganz besonders romantischen Lauf wird ...

Der Abschluss eines Läuferjahres sollte schön sein, das Läuferjahr sollte mit einem Lauf abschließen, der die Brücke schlägt zum abgelaufenen Jahr. Der EISWEINLAUF mit seinen 65km von Offenburg nach Baden-Baden über die Höhen und Steigungen des Schwarzwaldes ist so ein Lauf. Er schlägt die Brücke zu vielen großen Läufen, weil dort wieder Teilnehmer dabei sind, mit denen ich viel in 2009 teilen durfte. Und weil der EISWEINLAUF auch noch ein Gruppenlauf ist, hatte ich ausgiebig Zeit, mich vielen Läufern zu widmen.

Was haben Achim, Andrea, Brigitte, Heidi, Joachim, Rolf und Steffi gemeinsam?

Das und mehr über den "EISWEINLAUF" in meinen
BLOG !

Ich habe mir ja den BLOG zugelegt, um aktueller über das Laufen berichten zu können. Und der Bericht über meine "Nummer 85" ist auch drin. Lies das und andere Geschichten und Geschichtchen einfach hier im BLOG nach ...




Hallo, schön, dass Du hier auf meiner privaten Laufseite bist ...

Ich möchte Dir hier einige Informationen vermitteln, warum ich laufe, wo ich gelaufen bin und wo ich noch laufen werde.

"Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft!" Dieses Zitat von Emil Zatopek ist wohl eines der bekanntesten Zitate im Laufsport. Emil Zatopek war einer der populärsten Leichtathleten aller Zeiten, Zatopek wurde liebevoll immer auch "die Lokomotive" genannt.
"Mensch läuft ... ", das Laufen ist vielleicht ein Virus, das man sich irgendwann einfängt und den Menschen unheilbar befällt. Einmal von diesem Virus infiziert bist Du ständig auf der Suche nach neuen Laufstrecken und nach interessanten Lauf-Veranstaltungen.
Dabei kann es gar nicht spektakulär genug sein, nicht schwierig genug und auch nicht lang genug sein.

Und während der nur leicht infizierte Läufer Stadtmarathon auf Stadtmarathon absolviert, suche ich skurrile Läufe wie den UTMB, den TOUGH GUY, den "Sächsischen Mt. Everest Treppenmarathon", den Unter-Tage-Marathon, den KiLL50 oder die beiden Gipfel der Qualen: die TorTOUR de Ruhr oder der Wüstenlauf Marathon des Sables in Marokko.

Ich bin auch sehr glücklich, wenn ich einen der wunderschönen Mehrtages-Alpenläufe machen darf wie den GoreTex TransAlpineRun, den SwissJuraMarathon, den TransSwiss oder welche Läufe es da sonst noch alles zu entdecken gibt.
Aber an die wirklich großen Läufe traue ich mich noch nicht heran. Das soll ab 2010 dann mal der Fall sein. Die richtig großen Läufe dieser Welt sind natürlich der Spartathlon in Griechenland, Badwater in den USA oder der Yucon Arctic Ultra im hohen Norden Kanadas.

Hinter mir habe ich in diesem Jahr schon beispielsweise den TOUGH GUY in Wolverhampton, den StrongManRun 2009 in Weeze und auch den "Sächsischen Mt. Everest Treppenmarathon" im sächsischen Radebeul, den SwissJuraMarathon, die 24-h Challenge des DLV in Delmenhorst und auch den KÖLNPFAD. Und natürlich und vor allem mein "Life-Lauf-Highlight", der zeitlich längste Lauf meiner Läuferkarriere, der UTMB (UltraTrail de MontBlanc), für den ich 41:53:22 Stunden laufen musste.

Übrigens: seit der 24-h Challenge des DLV in Delmenhorst darf ich ja meine ehemalige Unterseite "Von Null auf 100" umbenennen in: "Von Null auf 177", mehr gibt es hoffentlich dann nach dem Pfingst-Wochenende 2010 bei der TorTOUR de Ruhr. Ab dann sollte die Seite heißen: "Von Null auf 230", aber das ist Zukunftsmusik.




Das hier ist mein Restprogramm für das ausklingende Laufjahr 2009:

Kein Restprogramm mehr ... 2009 ist für mich läuferisch vorbei. Danke, lieber Gott, für dieses erfolgreiche Jahr!

Die detaillierte Liste aller bisherigen Läufe findest Du hier: Von Null auf 177.


Und ab jetzt dreht sich jeder Gedanke um den MdS, den "Marathon des Sables" in der südmarokkanischen Sahara-Wüste:

Manchmal verdamme ich, dass ich mir dieses Event vorgenommen habe.
 Die Vorstellung, welche Qualen wir alle erleiden werden, meine Angst vor der prallen Sonne und den Sandstürmen und die Schmerzen, denen meine Füße ausgesetzt sein werden. Nie habe ich Vergleichbares je gemacht.
Aber ich habe dadurch die Chance, wirklich zu verstehen, wer ich bin und was für eine Aufgabe ich auf dieser Erde habe. Ich werde lernen, mich zu mir selbst zu bekennen, zu meiner Familie und zu meiner Jugend, ob ich sie mochte oder nicht.
Ich werde sehr viel Zeit haben, über all das intensiv nachzudenken ...

Ein interessanter Film über den MdS kam in diesem Sommer auf Arte: hier klicken ...
Ich finde, der Film zeigt recht gut, warum so viele Menschen vom MdS fasziniert sind ...



Ich bin bis heute insgesamt schon 85 Mal über die Distanz "Marathon und länger" gegangen. Dabei habe ich mehr "Ultras" gemacht als "normale" Marathons.
Wenn mir vor 5 Jahren jemand gesagt hätte, dass es mal so weit kommen würde, ich hätte ihn sicher für verrückt erklärt. Aber es ist halt so, wie ich oben schon geschrieben habe: bei meinem ersten "Ultra", dem 60km langen Gruppenlauf, dem "Ratinger Rundlauf" muss ich mich irgendwo bei irgend jemandem mit angesteckt haben. Und das Virus wurde ich bis heute nicht mehr los ...
Ob es das handgeschriebene Schild bei uns an der Haustüre war, das meine Familie damals aufgehängt hatte und auf dem stand: "Gratulation zu Deinem ersten 60km-Lauf! Wir sind stolz auf Dich!"? Oder war es einfach das unglaubliche Gefühl, etwas geschafft zu haben, das Du Dir früher niemals zugetraut hättest?
So kam diese Seite also zu diesem schönen Namen: marathonundlaenger.de?

Mein Hauptziel ist es seit Monaten, möglichst bald in den "100er Marathon-Club" aufgenommen zu werden. Wenn ich das, hoffentlich irgendwann im Jahr 2010, geschafft haben werde, dann gilt es, ein neues Ziel zu finden. Schauen wir mal, was danach kommt ...

Von Null auf 100
in nur 38 Monaten für mich ist das ein Grund, stolz zu sein! Stolz und glücklich! Niemals in meinem Leben hatte ich so viele Gründe, im Sport stolz auf mich zu sein und ich genieße jeden Tag, an dem ich laufen kann.









(Foto: Frühmorgendlicher Zieleinlauf in Biel im Juni 2008 nach 100km durch die "Nacht der Nächte")

Zieleinlauf Biel 2008 Thomas Eller TomWingo